Hanföl – Gesundheit aus der Natur

Bis zum Jahr 1996 war in Deutschland der Hanf-Anbau verboten – obwohl Hanf als eine der ältesten Nutzpflanzen gilt (der Nährwert der Samen wurde bereits vor tausenden von Jahren geschätzt sowie die strapazierfähigen Fasern der Stängel, die zur Herstellung von Seilen und später zur wasser- oder gasfesten Abdichtung von Verschraubungen und Gewinden, als Wärmedämm- oder Stopfmaterial beim Haus- und in Holzteer getränkt beim Schiffsbau verwendet wurden). Seinen schlechten Ruf und das Anbau-Verbot hatte die Cannabis-Pflanze aber der berauschenden Wirkung einiger Sorten zu verdanken – den, so gesehen, „schwarzen Schafen“ der Hanf-Familie. Wie man inzwischen weiß, kann sich auch der Cannabis-Konsum bei einigen Erkrankungen positiv auswirken und medizinisch indiziert sein.
Hier geht es aber um ein anderes Hanf-Produkt: Das Öl. Gewonnen wird es aus den Samen des Nutzhanfs (Cannabis sativa) und es handelt sich dabei um ein Speiseöl, das zwar vielseitig verwendet werden kann, bei dem aber eine berauschende Wirkung nicht zu befürchten ist. Sein Geschmack ist nussig-mild und bei Verwendung in der Küche sollte man sich auf die kalte Anwendung beschränken, damit seine gesunden Bestandteile nicht zerstört werden.

Folgende Inhaltsstoffe machen das Hanföl so wertvoll

Da wäre zum einen der hohe an Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie Linolsäure, Alpha- und Gamma-Linolensäure, der 70 bis 75 Prozent beträgt. Außerdem enthalten sind Omega-3- sowie Omega-6-Fettsäuren, Vitamine, Kalium, Kalzium, Eisen, Phosphor, Mangan, Kupfer und Zink. Auch Chlorophyll und Carotinoide liefert das Hanföl, das ist auch äußerlich an seiner grünlich-golden Farbe zu erkennen.

Der gesundheitliche Nutzen von Hanföl

Die Zusammensetzung kalt gepressten Hanföls kann sich, auch durch die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren, positiv auf unsere Herz-Kreislauf-Gesundheit (Blutdruck- und Cholesterinwerte, leichte Hemmung der Blutgerinnung) auswirken. Ebenfalls sollen durch regelmäßige Hanföl-Einnahme Entzündungen gelindert und Gelenkschmerzen (Arthrose) reduziert werden können. Vorbeugend wird das Öl gerne eingesetzt, um dem Auftreten einer Altersdemenz entgegenzuwirken. Die allgemeine Leistungsfähigkeit und die Konzentrationsfähigkeit (auch von Kindern) kann von der regelmäßigen Einnahme der wertvollen Inhaltsstoffe profitieren.

Eventuell der Haken an der Sache …

… ist die Haltbarkeitsdauer. Das naturreine Öl ist anfällig für Oxidation, aufgrund seiner „inneren Werte“, dem hohen Gehalt an MUFs (mehrfach ungesättigten Fettsäuren). Die angebrochene Flasche sollte nicht länger als zwei Monate nach Anbruch verwendet; spätestens wenn sich der angenehm nussige Geschmack in Richtung „bitter“ wandelt, ist das Öl verdorben.
Eine gute Alternative sind Hanfölkapseln oder -tabletten als Nahrungsergänzung, die einfach und gezielt dosiert werden können und weniger empfindlich sind, die Lagerung und Haltbarkeit betreffend.
 
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